Farbbewertung bei Diamanten
Die sogenannten "4 C" stehen für die englischen Begriffe Carat (Gewicht), Cut (Schliff),
Colour (Farbe) und Clarity (Reinheit). Diese Kriterien gelten international, und
nur ihre Kombination bestimmt den genauen Wert und die Qualität eines Diamanten.
Carat (Gewicht)
Ein Carat entspricht exakt 0,2 Gramm und geht zurück auf den Samen des Johannisbrotbaumes.
Fälschlicherweise nahm man früher an, jeder Samen wiege gleich viel, und verwendete
sie daher als Gegengewicht. Heute werden Präzisionswaagen hergestellt, so dass Fehlmessungen
ausgeschlossen werden. Aber Größe ist nicht alles, so stimmt bei besonders großen
Diamanten, die zu recht geringen Preisen angeboten werden, meistens etwas bei den
drei anderen "C‘s" nicht.
Cut (Schliff)
Die Proportionen beim Schliff sind für seine Bewertung von entscheidender Bedeutung!
So gibt es auch hier "Mogelpackungen", z.B. zu flach geschliffene Steine, die bei
gleichem Gewicht eine größere Oberfläche vorweisen und somit mehr darstellen, als
sie tatsächlich sind. Auch zu hohe Schliffe findet man nicht selten. Jedoch nur
Diamanten mit optimalen Schliffproportionen brechen das einfallende Licht perfekt!
Colour (Farbe)
Wie die oben links abgebildete Grafik zeigt, gibt es auch hier sehr große Unterschiede,
die mit bloßem Auge jedoch kaum oder gar nicht zu erkennen sind. Je farbloser ein
Diamant ist, desto höher ist sein Wert, wobei auch die sogenannten "Fancy-Colours"
— seltene Naturfärbungen — inzwischen viele Liebhaber gefunden haben und aufgrund
ihrer Seltenheit oft sehr wertvoll und teuer sind.
Clarity (Reinheit)
Die Reinheit eines Diamanten kann nur von Fachleuten oder Gutachtern und mithilfe
einer Lupe mit 10facher Vergrößerung beurteilt werden. Viele Diamanten haben Einschlüsse,
die von Kohlenstoff-Rückständen oder anderen Substanzen, mit denen der Diamant unter
der Erde in Berührung gekommen ist, herrühren können. Die reinste Form des Diamanten
bezeichnet man als "lupenrein", hier dürfen keine Einschlüsse sichtbar sein.